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5 gute Gründe einen Baum zu pflanzen

Eine Anleitung für mehr Grün

 

Ob der Isched-Baum im Alten Ägypten, der Baum der Hesperiden der Alten Griechen, der himmlische Baum Tuba des Islam oder der Weltenbaum Yggdrasil, der in der nordischen Mythologie für den gesamten Kosmos steht. Jede Kultur, die mit Bäumen Kontakt hat, ist mit ihnen engstens verbunden. Selbst im Paradies durfte der Baum der Erkenntnis nicht fehlen. Und wie schaut es bei Ihnen aus?

 

1. Wohlfahrtswirkung

 

Dass Bäume Kohlenstoff binden und so den Klimawandel bremsen, kann uns Erdenkinder freuen. Bei der Photosynthese, die sie wachsen lässt, nehmen Bäume CO2 aus der Luft auf. Mithilfe von Licht und Wasser zerlegen sie das Gas und verwandeln es in Zucker und andere organische Materialien wie Holz. Willkommenes Nebenprodukt ist der Sauerstoff. Mit ca. 20 Metern Höhe gibt ein Baum täglich etwa 10.000 Liter davon ab, und gibt so 5 bis 10 Menschen Luft zum Atmen. Als „Grüne Lunge“ der Städte holt der Filter Baum zudem Staub und Partikel aus der Luft - bis zu 100 kg pro Jahr. Auch unter ihrem Blätterdach fühlen wir uns wohl, besonders an heißen Sommertagen, weil hier die gefühlte Temperatur circa 10 bis 15 °C niedriger liegt als in der Umgebung. Selbst ein Sonnenschirm kann nicht mithalten. Wenn ein einziger großer Baum täglich bis zu 500 Liter Wasser verdunstet, spart das 10 bis 15 Klimaanlagen ein. Bäume sind nicht nur Schattenspender, wenn wir draußen sind. Bei richtiger Positionierung kann auch im Haus viel Energie für Heizung und Kühlung reduziert werden. An einem erholsamen, grünen Wohnumfeld und an mehr Lebensqualität haben Bäume einen nicht unerheblichen Anteil. Wer auf der Suche nach einem Baum ist, steht dabei aber vor der Qual der Wahl.

 

2. Vielfalt

 

Geschätzt 6.700 Tierarten vom Insekt bis zum Säugetier sind auf Bäume angewiesen - als Wohnort, Nistplatz, Lebensraum oder Schutzort und als Nahrungsspender. Gleichzeitig bieten viele Baumarten auch uns reichhaltige und gesunde Nahrung.

 

3. Verlockung

 

Manche Baumarten locken mit duftenden Blüten, andere mit wunderschönem Laub und einer malerischen Wuchsform. Gerade für Gärten sind Größe und Kronenform die entscheidenden Kriterien bei der Auswahl. Schließlich möchte man dem liebevoll gesetzten Baum nicht schon nach kurzer Zeit und immer wieder mit Säge und Astschere zu Leibe rücken, seine natürliche Wuchsform in Form zwängen und Folgeschäden wie Pilzbefall in Kauf nehmen, weil der ausgesuchte Baum größer wurde als gedacht, bald an der Hausmauer scheuert oder mit seinen Ästen den Weg versperrt oder die Terrasse verkleinert.  

 

 

4. Standortverbesserung

 

Ob sich ein Baum in gutem Boden frei entfalten kann oder mit wenig Wurzelraum und Bodenverdichtungen arrangieren muss, ob er im Windschatten, in Hausnähe oder auf einem exponierten Hang wächst, macht einen Unterschied. Damit sich Bäume lange gesund entwickeln und auch nachfolgenden Generationen Luft und Schatten spenden, ist es wichtig, Licht und Schatten, Bodenbeschaffenheit, Wasserversorgung und Windsituation und Mikroklima zu berücksichtigen.  
www.willBAUMhaben.at hilft kostenlos den richtigen Baum zu finden. Suchen Sie schmale Bäume für Grundstücksgrenzen zwischen Wohnhäusern, landen Sie 5 Treffer: Säulenförmiger Spitz-Ahorn, Säulen-Hainbuche, Säulen-Eberesche oder Säulenförmige Blumen-Esche. Mit verschiedenen Wuchsstärken werden sie von ökologisch wertvoller bis sehr wertvoll eingestuft. Säulen-Hainbuchen 'Frans Fontaine' oder 'Nord' vertragen selbst Schatten. Die Säulenbäume kommen erst aus der Distanz betrachtet zur gestalterischen Wirkung und funktionieren nicht als Schattenspender an Terrassen. Hier sind breite Kronen gefragt, in kleinen Gärten mit entsprechend kleinerem Durchmesser. Einen Schirm bis 10 Meter Höhe und schöne Blüten bieten Seidenbaum und Judasbaum. Letzterer blüht noch dazu auf Ästen und am Stamm. Wer speziell nach einem Weißdorn Ausschau hält, der ökologisch wertvoller ist, findet Hahnensporn-Weißdorn/ Hahnendorn und Apfeldorn/ Lederblättrigen Weißdorn mit einer schönen Krone.
Manche dem Standort entsprechenden breitkronigen und niederwüchsigen Kleingehölze sind ganzjährig attraktiv und verdienen es stärker im Mittelpunkt zu stehen. Schöne Blüten, Früchte, Rinde, Laub - das bieten etwa Apfel, Blumenhartriegel, Dirndl, Felsenbirne, Ölweide, Pflaume, und neben Weißdorn auch Rotdorn. Zusammen mit wenigen immergrünen Gehölzen geben sie der Fläche ganzjährig Struktur und sorgen für abwechslungsreiche Bilder vor der eigenen Haustür. Daneben ziehen sie Mensch und Tier gleichermaßen in ihren Bann.

 

„Wie beim Vorbild Natur schließen sich auch im Naturgarten alle Vorgänge zu einem Kreis“

5. Zukunftschance

 

Die Auswahl der geeigneten Baumart bzw. -sorte sollte als letzter Schritt erfolgen. Davor denken Sie besser an Ökosystemleistung, die Eigenschaften oder das Erscheinungsbild der Baumart. Wie soll er architektonisch wirken, soll er hoch aufwachsen oder eher ausladend sein? Soll er einen Ort hervorheben oder sich diesem unterordnen? Soll er im Frühling Blüten, im Sommer dichtes Laub, das sich im Herbst färbt, zeigen und auch im Winter alle Blicke auf sich ziehen? Auch die Größe im ausgewachsenen Zustand und die Wüchsigkeit müssen bedacht werden. Groß aufwachsende Bäume dorthin zu pflanzen, wo nur Platz für kleine ist, ist unsinnig, denn hier wird ein hoher Pflegeaufwand durch häufige Schnittmaßnahmen notwendig sein, was der Baumgesundheit schadet. Abhängig von Art und Sorte können Triebe jährlich von wenigen Zentimetern (z. B. Blumenesche) bis zu einem Meter (z. B. Birke oder Pappel) wachsen.  
Der Durchmesser der Baumkrone fällt in gut wasserversorgten und fruchtbaren Böden etwa so groß wie der des Wurzelwerks aus. Der Wechsel der Jahreszeiten ist mit Bäumen über zarte Blätter und Frühlingsblüten, das Grün des Sommers, farbenfrohe Früchte und Laub sowie winterkahle Zweige wunderbar zu erleben.

 

Wie beim Vorbild Natur schließen sich auch im Naturgarten alle Vorgänge zu einem Kreis.

 

Jetzt ist Pflanzzeit!

 

 

 

 

Fotos: Benes-Oeller, Haiden, Mayrhofer

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