Top 5 Gehölze

für sonnige Ecken

Zu heiß, gibt es nicht! Pflanzen verbessern das Mikroklima spürbar und schützen Gärten und Balkone vor zu viel Wind und Verdunstung. Was sich am Rand von Wäldern angenehm anfühlt, kann auch bei wenig Platz auf Balkon und Terrassen erzielt werden. Die folgenden fünf (Groß)sträuchern sind unsere best-of für Sonne und Hitze:

Sie wird zwar bis zu 6 m hoch. Die Weidenblättrige Birne (Pyrus salicifolia) lässt sich dafür aber sehr lange zeit, was sie auch im Kübel zum beliebten Zierbaum für kleine Gärten macht. Sie ähnelt einem Olivenbäumchen und sorgt für mediterranes Flair. Aus den vorderasiatischen Steppenregionen rund um den Kaukasus stammend, kommt sie auch im Iran und in Anatolien vor. Hinreißend entwickelt sich ihre ausladend überhängende Krone mit dem silbrigen Filzlaub aber nur in ausreichend großen Kübeln bei mindestens 100 Liter Volumen.

Auch die halbkletternden Ölweiden (Elaeagnus) liefern interessante Arten und Sorten mit silbrig oder rostfarben beschuppten oder behaarten Ästchen und Blätter, die ihre Trockenheits- und Hitzeverträglichkeit erkennen lassen. Sommergrüne Arten sind anspruchslos und wachsen mit Hilfe von Knöllchenbakterien auch auf nährstoffarmen Böden. Die Immergrünen dagegen sind etwas anspruchsvoller und bevorzugen lichten Schatten. Ihre unauffälligen Blüten locken Bienen an und duften auch für uns wunderbar. Essbare und wohlschmeckende Früchte liefern E. multiflora oder E. umbellatus `Serinus´ oder `Turdus´.

Sehr gut als Kübelpflanze in Frage kommt die immer beliebtere Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii). Mindestens alle drei Jahre sollte sie in einen größeren Kübel umgetopft werden. Angesichts der Klimakrise werden in Zukunft insbesondere A. alnifolia, aber auch A. ovalis und A. spicata vermehrt eine Rolle spielen. Auch sie blühen im April und fallen durch essbare Früchte („Marzipanbeeren“) und ihre aparte orange Herbstfärbung auf.

Selbst die bis 2 m große Japanische Zierquitte (Chaenomeles japonica) darf ganzjährig auf dem Balkon bleiben, sollte dann aber vor Dauerfrost geschützt werden, denn auch gefrorene Erde kann austrocknen. Damit aus den Töpfen keinen staunassen Scherben werden sind zwei unter die Töpfe gelegte Latten ratsam. Zierquitten wachsen deutlich kleiner heran und besitzen kleinere Früchte als die der „echten“ Quitte. Sorten wie `Cido´ kommen ebenso für Marmeladen zum Einsatz wie als „dufte“ Begleiter in Innenräumen.

Bartblumen (Caryopteris x clandonensis `Heavenly Blue´) sind ein Hingucker im Beet wie im warmen, sonnigen und windgeschützten Kübel. Die Halbsträucher wachsen jährlich auf einen Meter heran - solange der Boden nicht zu lehmig oder feucht ist. Wie Lavendel werden sie regelmäßig im Frühling ziemlich zurechtgestutzt. Ihre intensiv blauen Blüten über dem duftendem Laub bereichern dann ab dem Spätsommer bis spät in den Herbst hinein den Garten - begleitet von vielen Insekten wie Hummeln und( Wild)Bienen.

Fotos: „Natur im Garten“, Beneš-Oeller, Buchinger

Margit Beneš-Oeller

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