Rund um den Gartenteich

Ein Wasserparadies für Mensch und Tier

Ob Schwimmteich oder naturnaher Gartenteich – in den unterschiedlichen Zonen am Ufer oder im Wasser gibt es immer viel zu entdecken.

Obwohl das bei uns nicht völlig winterharte Herzblättrige Hechtkraut (Pontederia cordata) aus Nordamerika stammt, bereichert es mit seinem leuchtend blauen Blütenstand jede Wasserlandschaft.

Kanonenputzer, Lampenputzer oder Schlotfeger?  Weil seine Rhizome weniger spitz geformt sind als die des Schilfrohrs, tritt beim Rohrkolben (Typha) eine Beschädigung der Teichfolie seltener auf.

Der Froschlöffel (Hydrocharis morsus-ranae) kann auch am Land überdauern. Selbst bei der Keimung seiner Samen ist er auf kleine Sandfläche angewiesen.

Keine Blütenpflanze: Der Schachtelhalm (Equisetum) ist super für den Pflanzenschutz, zum Putzen von Zinn und in der Naturheilkunde. Trotz seiner Schönheit gilt er im Teich als Folienzerstörer.

Biotop: Braune Randwanze (Gonocerus acuteangulatus) auf Besuch am Gewässerrand.

Kalmus (Acorus calamus) zeigt mitunter krause Kanten.

Kalmus (Acorus calamus) ist eine winterharte Röhrichtpflanze, die aus Asien stammt. "Variegatus" ist nicht ganz so wüchsig und eignet sich besser für kleine Teiche. Die Wurzel ist ein Magen- und Darm-Heilmittel - natürlich erst nach Absprache mit dem Arzt.

Pionierpflanzen: Weidenröschen (Epilobium angustifolium und parviflorum) sind Nachtkerzengewächse. Ihre Wurzeln dienen als Wildgemüse und sie sind ebenfalls Naturheilpflanzen.

Der Gewöhnliche Blutweiderich (Lythrum salicaria) liefert bei 50 cm bis 2 m Wuchshöhe verlässlich knallige Blüten von Juni bis in den September.

Gemeinsames Fliegen und Sitzen im sogenannten „Paarungsrad“: Hufeisen-Azurjungfer (Coenagrion puella).

Häutungshemd: Ein sichtbarer Rest der Metamorphose der Libellen, die vom Wasser - in den Luftraum wechseln. An einem senkrecht stehenden Halm kriechen sie aus dem Wasser und schlüpfen.

Beachtliche Flügelspannweiten von bis zu 7 cm zeigen die auffällig rot gefärbten Feuer-Libellen (Crocothemis erythraea). Das macht sie zu gut sichtbaren Bioindikatoren für eine klimatisch bedingte Faunenverschiebung.

Die amerikanische Wasserweide (Justicia americana) ist eine auch bei Insekten willkommene Nordamerikanerin, die gern im Feuchten wächst.

Mit ihren feinen rosa Blüten auf oft meterhohen Stielen ist die Schwanenblume (Butomus umbellatus) ein auffälliges Schmuckstück für dauerhaft nasse Füße in der Uferzone von Gartenteichen. Sie mag die Dynamik von Hochwässern.

Fotos: „Natur im Garten“, Beneš-Oeller

Margit Beneš-Oeller

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