Fruchtige

Snacks

Das Trocknen von Obst kommt nie aus der Mode. Kein Wunder – die knusprigen Apfelchips sind ein beliebter Snack und auch das trendige Fruchtleder ist einen Versuch wert!

Knusprige Apfelchips

Frisches Obst ist aufgrund seines hohen Vitamin- und Nährstoffgehalts haltbar gemachten Früchten ernährungsphysiologisch überlegen und sollte immer die erste Wahl sein. Nichts desto trotz kann getrocknetes Obst zum Beispiel als gute Alternative zu Süßigkeiten verwendet oder für den Genuss gegessen werden. Und bevor Obst weggeworfen wird, ist das Trocknen und Dörren eine ideale Möglichkeit der Haltbarmachung.

Trocknen und Dörren – die vermutlich ältesten Konservierungsverfahren – sind sehr simpel. Ohne viel Aufwand können dabei gesunde und köstlich schmeckende Vorräte angelegt werden. Durch Wärme verdunstet das Wasser im Dörrgut. Ohne Wasser können sich Mikroorganismen nicht mehr vermehren und die Enzymaktivität, die zu optischen und geschmacklichen Veränderungen im Lebensmittel führen würde, ist reduziert. Somit sind die Lebensmittel über mehrere Monate haltbar und das Tolle ist, dass der Geschmack durch den Entzug des Wassers viel intensiver wird.

Obst ist für das Trocknen besonders geeignet. Achten Sie darauf, nur saubere, reife und einwandfreie Früchte zu verwenden.

Für die Trocknung von Früchten eignet sich das Backrohr. Die ideale Trocknungstemperatur bei Obst liegt zwischen 57 und 63°C. Die Fruchtstücke können am Backblech oder auf Holz- oder Metallstäbe aufgefädelt und eingehängt in die Blechschienen getrocknet werden. Damit die verdunstete Flüssigkeit abziehen kann, wird ein Holzlöffel in die Backofentür geklemmt.

Dörrgut ist luftdicht verschlossen zu lagern, da trockene Früchte Wasser anziehen. Empfehlenswert sind Gläser und Dosen mit Schraubverschluss oder Einmachgläser mit Gummiring und Metallklammer. Damit sich in den Vorratsbehältern kein Kondenswasser bildet, was das Wachstum von Schimmelpilzen begünstigen würde, müssen die getrockneten Früchte vor dem Verpacken vollständig auskühlen.

Zutaten:

Äpfel

Zubereitung:
Äpfel waschen und entkernen. In dünne (1-2 mm) Scheiben schneiden, ideal ist die Aufschnittmaschine oder ein Gemüsehobel. Backbleche mit Backpapier auslegen und die Apfelscheiben nebeneinander auflegen. Bei 60°C im Backrohr trocknen. Wenn die Oberfläche leicht angetrocknet ist, können die Scheiben gewendet werden. Alternativ kann auch im Dörrgerät bei 60°C getrocknet werden. Die Apfelchips sind fertig, wenn sie sich leicht brechen lassen. Abkühlen lassen und in Gläser füllen und luftdicht verschließen.

Tipp: auch Birnen lassen sich nach diesem Rezept gut zu dünnen Chips verarbeiten.

Fruchtleder

Fruchtleder – der leckere und gesunde Snack für zwischendurch! Aber was ist Fruchtleder überhaupt? Fruchtleder besteht aus einem feinen Fruchtpüree, das im Dörrautomaten oder im Backofen getrocknet wird. Die Konsistenz ähnelt den sauren Fruchtgummistreifen aus dem Supermarkt – nur eben selbstgemacht und ohne Zusatzstoffe. Je reifer und süßer das verwendete Obst ist, umso weniger zusätzliche Süße ist notwendig. Deshalb ist die Herstellung von Fruchtleder auch eine gute Möglichkeit, um überreife Früchte zu verarbeiten.

Besonders gut eignen sich für Fruchtleder aromatische Obstsorten. Dunkle Beeren wie Brombeeren, Heidelbeeren oder Weintrauben behalten beim Trocknen ihre Farbe. Auch Marillen eignen sich gut und bleiben bei schonender Trocknung leuchtend orange.

Trocknen zählt vermutlich zu den ältesten Konservierungsmethoden. Ohne viel Aufwand lassen sich dabei gesunde und schmackhafte Vorräte anlegen. Durch den Wasserentzug können sich Mikroorganismen nicht mehr vermehren und die Enzymaktivität ist reduziert. Somit sind die Lebensmittel über mehrere Monate haltbar. Außerdem wird der Geschmack durch die Reduktion von Wasser um einiges intensiver. Das Trocknen im Backofen dauert zwar einige Stunden, durch die geringe Temperatur hält sich der Energieaufwand dennoch in Grenzen. Trocknen Sie im Backrohr gleichzeitig auf mehreren Ebenen, um die Energie bestmöglich auszunutzen.

Zutaten:

Ca. 1 kg Marillen oder Brombeeren oder anderes reifes Obst der Saison

Optional Honig oder Zucker als zusätzliche Süße.

Zubereitung:

Früchte waschen, ggfs. entkernen und grob zerkleinern.

Mit wenig Wasser in einen Topf geben und kurz aufkochen lassen, bis die Früchte zerfallen.

Abkühlen lassen und durch ein Sieb passieren. Dabei soll ein feines, zähflüssiges Obstmus entstehen.

Mit Honig oder Zucker abschmecken. Beachten Sie, dass der Zuckergehalt durch die Trocknung noch steigt – das fertige Fruchtleder schmeckt süßer als das Obstmus.

Ein Backblech mit hitzebeständiger Frischhaltefolie auslegen und die Folie über die Ränder des Backblechs ziehen, damit das Fruchtmus nicht unter die Folie laufen kann.

Das Obstmus gleichmäßig dünn (ca. 4 mm) auf dem Backblech verstreichen und die Oberfläche glätten.

Bei 60 bis max. 70°C Ober- und Unterhitze im Backofen für mehrere Stunden trocknen lassen. Dabei einen Holzlöffel in die Backofentür klemmen, damit der Wasserdampf entweichen kann. Der Trocknungsprozess dauert, je nach Feuchtigkeit und Dicke der aufgetragenen Schicht, fünf bis acht Stunden.

Je höher der Wassergehalt im Obst, desto länger muss das Fruchtpüree trocknen.

Das Fruchtleder ist fertig, wenn sich die Oberfläche nicht mehr eindrücken lässt.

Das fertige Fruchtleder kann sofort genossen werden. Dazu können beliebige Formen mit Keksausstechern ausgestochen werden oder dünne Streifen geschnitten werden.

Zum Aufbewahren wird das Fruchtleder mit der Folie aufgerollt in einem Behälter in den Kühlschrank gegeben. Das Fruchtleder ist gekühlt ca. 12 Monate haltbar.

Tipp: Neben den Grundzutaten können weitere Zutaten ergänzt werden wie Gemüsepüree, Gewürze, frische Kräuter oder gehackte Samen und Nüsse für den extra Crunch – je nach Saison und Geschmack. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Autorin: Christian Paumann, Marlene Hasenberger, „Tut gut!"-Ernährungsexpertin, Fotos: MS-Fototeam - Martin Mathes, Miguel Dieterich

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