Einkochen

für den Herbstgenuss

Kein Herbst ohne Zwetschken, Äpfel und Kürbis. Wir machen daraus die Klassiker Powidl und Zwetschkenröster und ein fruchtig – würziges Apfel-Kürbis-Chutney.

Powidl und Zwetschkenröster

Einkochen

Lebensmittel einzukochen liegt wieder im Trend – beispielsweise Obst und Gemüse aus dem Garten. Das Einkochgut wird in Gläser gefüllt. Während des Einkochens werden Mikroorganismen durch die Hitze abgetötet. Beim Abkühlen entsteht ein Vakuum im Glas, das das Eindringen neuer Keime verhindert. Je höher die Temperatur und je länger die Einkochzeit, desto wirksamer werden Mikroorgansimen abgetötet. Zu langes und zu hohes Erhitzen kann jedoch den Geschmack beeinträchtigen und zu Vitaminverlust führen. Durch das Einkochen bleiben Lebensmittel im Idealfall für mehrere Monate bzw. Jahre haltbar.

Zwetschken sind vollgepackt mit gesunden Inhaltsstoffen. Sie sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, schützen den Körper vor freien Radikalen und haben verdauungsfördernde Eigenschaften. Während des Wachstums bilden die süßen Früchte eine weißlich schimmernde Wachsschicht. Sie dient den Zwetschken als Barriere für schädliche Mikroorganismen und schützt sie gleichzeitig vor dem Austrocknen. Ein Tipp: Geerntete Zwetschken sind länger haltbar, wenn diese Schutzschicht erst kurz vor dem Verzehr abgewaschen wird.

Werden Zwetschken eingekocht, so sollten sie in einem einwandfreien Zustand, gründlich gewaschen, entkernt und entstielt sein. Bei Schraubgläsern kann der Erfolg des Einkochens an der Wölbung des Deckels festgestellt werden. Ist er leicht nach innen gewölbt, war das Einkochen erfolgreich. Eingekochtes sollte im Idealfall trocken, kühl und dunkel gelagert werden. Der Keller oder eine Vorratskammer sind dafür ideal.

Viel Freude beim Einkochen und auch beim Verkosten!

 

Powidl

 

Zutaten für 8 mittelgroße Gläser:

5-6 kg vollreife Zwetschken

3 Zimtstangen

 

Zubereitung:

Zwetschken kalt abwaschen, von Stielen befreien und entkernen.

In einem großen Topf wenig Wasser erhitzen, Zwetschken hinzufügen und gut durchrühren.

Nun die Zwetschken unter ständigem Rühren aufkochen. Wenn der Siedepunkt erreicht ist und das Zwetschkenmus zu blubbern beginnt, Hitze auf kleinste Stufe reduzieren. Den Topf nicht zudecken, denn die Flüssigkeit muss ja verdampfen.

Nun die Zwetschken langsam auf kleinster Stufe dick einkochen - das dauert gut 6 bis 7 Stunden. Vorsicht! Die Masse brennt leicht an, deshalb immer wieder umrühren!

Am Ende der Kochzeit die Zimtstangen entfernen. Der Powidl ist fertig, wenn die Masse nicht mehr vom Messer rinnt und ca. auf 1/5 der usprünglichen Menge eingedickt ist.

Powidl einrexen oder in heiß ausgespülte Gläser mit Schraubverschluss füllen und erkalten lassen.

Zwetschkenröster

 

Zutaten für 4 Portionen:
1 kg Zwetschken

150 g Zucker

1/8 l Wasser

2 Gewürznelken

1 Zitrone

1 kleine Zimtrinde

 

Zubereitung:
Zucker, Zitronensaft, Zimtrinde und Gewürznelken im Wasser aufkochen.

In der Zwischenzeit die Zwetschken waschen, entkernen und halbieren.

Danach die Zwetschkenstücke ins kochende Wasser geben und zugedeckt weichdünsten, bis sich die Schale löst und ringelt und die Zwetschken anfangen, zu zerfallen.

Die Gewürze entfernen und den Zwetschkenröster in saubere Gläser abfüllen und gut verschließen. Zum Einkochen wird ein Geschirrtuch auf den Boden eines großen Topfs gelegt, die Gläser darauf gestellt und mit Wasser bis zur Einfüllhöhe der Gläser befüllt. Zum Kochen bringen und bei 80°C 20 Minuten lang einkochen. Dann die Gläser sofort aus dem Topf nehmen und abkühlen lassen.

Apfel-Kürbis-Chutney

Birnen, Äpfel, Kürbis, Zwiebel – spätsommerliche Garten hat alles zu bieten. Kein Wunder, dass die Früchte der Saison auch geschmacklich gut zusammenpassen. Chutneys werden dadurch haltbar gemacht, dass man sie ausreichend lange kocht. Dadurch sinkt der Wassergehalt, Zucker-, Salz- und Säuregehalt steigen. Heiß in sterilisierte Gläser abgefüllt hält sich das dickliche Chutney leicht 12 Monate.

Dieses sommerlich-herbstliche Rezept enthält alle Geschmacksrichtungen und passt nicht nur zur Grillerei, sondern auch zur Käseplatte und zu pikanten Knabbereien.

Zutaten für ca. 15 kleine Gläser:
500 g säuerliche Äpfel
500 g Birnen
300 g Kürbis
200 g Zucchini
400 g Zwiebel
1 Chilischote
3 Knoblauchzehen

3/8 L Obstessig
200 g brauner Kandiszucker
1 EL frischer Ingwer
1 TL Paprika
1 TL Salz
1 TL Nelkenpulver
1 TL Kardamompulver
1 Zimtstange

Gläser mit Schraubverschluss oder Twist Off-Deckel

Zubereitung:

Die Gläser und Deckel werden zum Sterilisieren in einem mit Wasser gefüllten Topf 10 – 15 Minuten lang ausgekocht.

Das Gemüse sehr kleinwürfelig schneiden oder im Zerkleinerer zerkleinern. Alle Zutaten in einem großen Topf mit dickem Boden vermischen und zum Kochen bringen. Auf kleiner Stufe köcheln lassen und dabei häufig umrühren. Das Chutney ist fertig, wenn es nicht mehr vom Löffel fließt.

Kühl und lichtgeschützt gelagert beträgt die Haltbarkeit 12 Monate. Angebrochene Gläser im Kühlschrank aufbewahren und bald verbrauchen.

Tipp: Da man von diesem Chutney keine allzu großen Mengen auf einmal isst, wird es besser in eher kleine Gläser mit ca. 100 ml Fassungsvermögen abgefüllt.

Autorin: Christa Rameder, Heidi Hell, „Tut gut!"-Ernährungsexpertin, Fotos: MS-Fototeam - Martin Mathes, Rita Newman

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