Tu es

Was in Minzen so steckt

Erfrischung aus dem Garten

Viele Pflanzen bergen Kräfte in sich, die wir uns zunutze machen können. Gerade im Sommer stehen uns besonders Minzen in ihrer ganzen Vielseitigkeit zur Seite.

In der griechischen Mythologie ist Minthe die Tochter des Flussgottes Kokytos. Der Gott der Unterwelt - Hades - verliebte sich in sie und stieß damit Göttin Persephone vor dem Kopf. Sie zerriss Minthe in Stücke, Hades verstreute diese auf einem sonnigen Berg östlich von Pylos auf dem Peloponnes, aus denen fortan Minzen hervorwuchsen, weiß das deutsche Minzmuseum.

 

 

Pfefferminze begleitete die Pharaonen ins Jenseits. Orientalische Herrscher verwendeten Minzen als Beilage in ihren Schriftrollen zum Zeichen der Freundschaft und Liebe, Griechen und Römer bestreuten bei Festen den Fußboden damit, um mit dem Duft die Esslust anzuregen. Bei Trinkgelagen sollten Kränze aus Minze einem „Kater“ vorbeugen.

Trinken, trinken, trinken – auf das vergisst man all zu leicht.

 

 

Von alten Seefahrern ist überliefert, dass sie Pfefferminze und Ingwer gegen die Seekrankheit nahmen. Auch hielten sie das Trinkwasser an Bord frisch. Schon der britische Pirat an der Seite Elisabeth I, Francis Drake, soll im 16. Jahrhundert ein Getränk aus Zucker, Limetten, Zuckerrohrschnaps und Minze konsumiert haben, um gegen seine Magenbeschwerden anzukämpfen. Der von den Spaniern gefürchtete Freibeuter wurde „El Draque“ (span. der Drache) genannt, wie auch das Getränk, das später mit Rum gemischte Getränk, das sich in der Karibik verbreitete.

 

 

Der Mojito zählt weltweit zu den beliebtesten Cocktails weltweit. Die gleichnamige Minze – auch als Hemingway- Minze bekannt – eignet sich durch ihren geringen Mentholgehalt ideal für erfrischende Cocktails, was uns der Dichter sicher bestätigen würde. Aus frisch gepflückter Minze, Rohrzucker und Sodawasser, Limetten, meist Minzsirup und hellem kubanischen Rum zubereitet, greift auch er auf die lange Tradition zurück. Anstelle von Rum funktioniert die alkoholfreie Virgin-Variante mit Ginger Ale. (1 Bund Minze, 2 Limetten, 3 TL brauner Zucker, crushed Ice, 3 TL Limetten-, Minz- oder Maracujasirup sowie 300 ml Ginger Ale). Die Limetten werden mit viel Druck hin und her gerollt, um möglichst viel Saft zu gewinnen. In grobe Stücke geschnitten, kommen je die Hälfte der Limetten und Minze mit je 1 TL Zucker in 2 hohe, dickwandige Gläser. Dort mit einem Holzstößel gut zerquetscht, wird mit crushed Ice aufgefüllt und mit einem langen Löffel gut umrührt. Je nach Geschmack können Sie noch Zucker und Sirup ergänzen, mit Gingerale auffüllen und mit Trinkhalm und Minzenblättern sofort servieren.

Im Gegensatz zum Pfefferminztee unserer Breiten wird Minze in Nordafrika und Vorderasien nur ganz selten getrocknet und frisch mit Blatt und Stängel genutzt. Im Supermarkt erhält man meist nur Pfefferminze. Deren Heilkraft basiert auf ihrem starken Mentholgehalt, der für Kleinkinder allerdings schädlich ist. Marokkanische Minze (Mentha spicata var. crispa `Marokko ´,) finden Sie hingegen häufig in türkischen oder arabischen Lebensmittelmärkten. Sie stammt aus Nordafrika und ist in Marokko weit verbreitete Teepflanze. Die Marokkanische Minze besitzt feinere runzlige und weichere, lanzettlich geformte, am Rand gezahnte grüne Blätter. Ihr besonders feines Minzaroma ist viel milder als die anderer Minzsorten, da sie weniger Menthol enthält, die die Geschmacksnerven zu stark betäuben. Sie verströmen einen angenehmen Spearmint-Duft, der an Kaugummis erinnert. Mit ihnen lassen sich Mineralwasser und Longdrinks aromatisieren bzw. Salate verfeinern. In arabischen Gerichten würzt sie Bulgursalat-Taboulé. In Indien und England die Minzsauce. Sie wird gerne für Cocktails wie Mojito verwendet.

 

 

Im Gegensatz zum Pfefferminztee unserer Breiten wird Minze in Nordafrika und Vorderasien nur ganz selten getrocknet und frisch mit Blatt und Stängel genutzt. Im Supermarkt erhält man meist nur Pfefferminze. Deren Heilkraft basiert auf ihrem starken Mentholgehalt, der für Kleinkinder allerdings schädlich ist. Marokkanische Minze (Mentha spicata var. crispa `Marokko ´,) finden Sie hingegen häufig in türkischen oder arabischen Lebensmittelmärkten. Sie stammt aus Nordafrika und ist in Marokko weit verbreitete Teepflanze. Die Marokkanische Minze besitzt feinere runzlige und weichere, lanzettlich geformte, am Rand gezahnte grüne Blätter. Ihr besonders feines Minzaroma ist viel milder als die anderer Minzsorten, da sie weniger Menthol enthält, die die Geschmacksnerven zu stark betäuben. Sie verströmen einen angenehmen Spearmint-Duft, der an Kaugummis erinnert. Mit ihnen lassen sich Mineralwasser und Longdrinks aromatisieren bzw. Salate verfeinern. In arabischen Gerichten würzt sie Bulgursalat-Taboulé. In Indien und England die Minzsauce. Sie wird gerne für Cocktails wie Mojito verwendet.

 

 

Marokkanischer Minztee, das Nationalgetränk, wirkt anregend und erfrischend. Als „thé à la menthe“ wird er traditionell heiß genossen. Für circa 1 -1,5 l benötigen Sie: 3 EL losen Grünen Tee , 4-5 Zweige frische Marokkanische Minze, ca. 1,5l kalkarmes Wasser oder stilles Mineralwasser und 3 EL Zucker (nach Belieben)
Einige Blättchen zur Seite legen, sie kommen später in die Teegläser. Der Grüne Tee wird mit heißem, aber nicht mehr kochendem Wasser übergossen, nach 1 Min der 1.Aufguss durch ein Sieb ausgegossen, um Bitterstoffe zu beseitigen. Dann kommen Tee und Minze-Stängel mit Zucker in die Kanne. Traditionell landet der Tee aus ca. 40 cm Höhe treffsicher in den Teegläsern. Danach kommt er bis zu fünf Mal wieder zurück in die Kanne, um den Zucker gut zu verteilen und einen 2 cm hohen Tee-Zucker-Schaum zu bilden.

Die Varietät der Grünen oder Krausen Minze (Mentha spicata) wird oft auch Nana-Minze genannt, obwohl es sich eigentlich um eine andere Sorte der Krausen Minze handelt, nämlich `Nane´, die wie die Marokkanische Minze eine Varietät, aber aus Vorderasien ist.
Mentha x piperita var. piperita `Nana´ dagegen, die `Nana´-Pfefferminze ist eine gezüchtete Varietät, die nur vegetativ durch Stecklinge und Wurzeln vermehrt werden kann. Andere Minzen sind sehr pflegeleicht und lassen sich gut im Topf oder Beet ansäen, aus dem sie ihrer Wüchsigkeit wegen allerdings nicht entkommen sollten. Immerhin galt das Ausreißen der Minze bei Griechen und Römern als Frevel und brachte Unglück. Die robusten, pflegeleichten Pflanzen sind durch ihre hellvioletten Blüten bei Bienen und Schmetterlingen sehr beliebt. Auf nährstoffreichem, leicht feuchtem, aber nicht überstautem und auch nicht zu trockenem Boden, empfiehlt sich ein luftiger Platz, um Pilzkrankheiten vorzubeugen. Vor dem Auspflanzen wird die Erde nur mäßig gedüngt, denn ein Zuviel reduziert den Gehalt an ätherischem Öl. Geerntet wird am Vormittag, wenn die Minze vom Tau getrocknet ist, aber nicht in der prallen Sonne. Die Blätter werden Richtung Stängelende abgestreift; die Spitze abgezwickt und zur Trocknung ca. 3 Tage auf Gittern im Schatten getrocknet.

In der Naturkosmetik sind Minzen aber auch noch bei anderen Gelegenheiten nützlich. Wollen Sie neue Produkte ausprobieren und gleichzeitig etwas für Natur- und Tierschutz machen, schauen Sie wieder rein und lesen Sie nach bald an dieser Stelle den Blog „Wellnessoase Garten - Kosmetik und Körperpflege Marke Eigenbau.

 

Fotos: Pixabay, Benes-Oeller, Brocks

 

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