Da schau her

Glücksklee

für drinnen und draußen

Einem Placebo nicht unähnlich, wirkt der Talisman durch den Glauben daran und wird über Jahre hochgehalten. Wie auch am irischen St. Patrickstag, wenn sich sich alle mit Kleesträußchen zeigen. Den schwer zu bekehrenden Iren führte St. Patrick anhand von Sauerklee die Dreieinigkeit vor Augen. Doch schon früher machte sein üppiger Wuchs Klee zum Symbol für Lebenskraft.

 

Glück benötigt man vor allem bei der Suche nach den vier begehrten Blättern, sind sie beim echten Klee doch meist dreiblättrig. Dabei könnte man es viel bequemer haben: Obwohl die beiden botanisch nur wenig miteinander zu tun haben, sieht der Glücksklee Oxalis tetraphylla, im Handel unter Oxalis deppei zu finden, dem echten Klee nicht nur erstaunlich ähnlich, seine Blätter sind von Natur aus vierblättrig, was ihm aus diesem Grund auch zu kommerziellen Erfolg verhalf.

 

Oxalis hat den Namen Glücksklee wirklich verdient, denn er eignet sich gut als leichte Gartenpflanze für Beet oder Topf. Ab März kommen bis zu 10 Knollen etwa 3 cm tief in Töpfe mit guter Blumenerde ohne Torf, die zu einem Viertel mit Sand aufgelockert wird. Nach zwei Monaten an einem hellen, kühlen Fensterplatz sprießen bei gleichmäßiger, nicht übertriebener Bodenfeuchte die Glücksboten. Helligkeit und mehr Wärme als bei der Anzucht verlangen die Glücksbringer im Zimmer. Dann lässt sich auch die Schlafstellung, in die sich die Blattfiedern senken, aus der Nähe betrachten. Ab Mai können die frostempfindlichen Pflanzen nach draußen übersiedeln. Fühlen sie sich dort wohl, zeigen sie es mit einer wunderbaren roten Sommerblüte. In ihrer mexikanischen Heimat gilt manche Oxalisart übrigens nicht als besonderes Glückssymbol. Dort werden die als nahrhaft geltenden, mit nussartigem Geschmack versehenen Wurzeln der Knollen nämlich gerne verspeist. Ganz ehrlich ist es nicht, wenn man den oxalsäurehaltigen Sauerklee „über den grünen Klee“ lobt. Diese Redewendung führt in jene Zeit zurück, als auf den Gräbern vor allem Klee wuchs und über Tote darf man bekanntlich nichts Schlechtes sagen.

 

Fotos:
Gregor Dietrich
Margit Benes-Oeller
Sonja Kalee auf Pixabay

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