Tu es

Beerensträucher, Rosen

und andere Gartenschätze düngen

Um viele Blüten­ und Früchte zu entwickeln, benötigen Beerensträucher und Rosen ausreichend Nährstoffe. Während Wildrosen gleichsam mit „Luft und Liebe“ auskommen, brauchen unsere Gartenrosen umso mehr. Bei besonders blühfreudigen Rosen sind auf jeden Fall zwei Düngegaben angebracht, die erste zu Beginn des Austriebs und die zweite wenn sich die ersten Knospen zu öffnen beginnen. In Trögen und Töpfen darf von März bis August auch öfter gedüngt werden.

Frühjahrsdüngung

 

Jetzt zu Beginn des Austriebs ist eine erste Düngegabe mit Stickstoffbetonung für starkes Wachstum fällig, am besten in Form von Kompost. Für eine Extraportion Stickstoff können Hornspäne sorgen oder gut durchgerotteter Mist. Im Idealfall wurden Mist und Hornspäne bereits mitkompostiert.

Für BalkongärtnerInnen, bietet der Handel Kompostprodukte und andere organische Mehrnährstoffdünger an, z.B. Rindermist- oder Schafwollpellets, Vogelmist, Düngemittel auf Basis von Malzkeimen, Vinasse und andere Nebenprodukte der Lebensmittelerzeugung, sowie eigens abgestimmte organische Spezialdünger.

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Reifer Kompost bietet eine harmonische Nährstoffzusammensetzung, fördert das Bodenleben, verbessert die Struktur und erhöht durch Humusanreicherung das Wasserhaltevermögen des Bodens. Außerdem hilft die Kompostanwendung im Sinne einer Kreislaufwirtschaft Ressourcen zu schonen. Bei schweren, tonreichen Böden kann der reife Kompost bereits im Herbst aufgebracht und leicht eingeharkt werden, bei leichten, sandigen Böden sollte dies erst im Frühling, also jetzt erfolgen. Die flach streichenden Wurzeln der Himbeeren mögen keine Bodenbearbeitung. Hier entfällt das Einharken gänzlich.

Wer seine Rosen im Herbst mit Kompost angehäufelt hat, lässt einfach einen Teil des dafür verwendeten Komposts liegen, verteilt ihn und entfernt nur überschüssiges Material, wenn die Rosen etwa 10 cm ausgetrieben haben.

Ab Mai ist auch eine dünne Mulchschicht aus Rasenschnitt für Rosen, Beerenobst und andere Gartenschätze empfehlenswert.

Das rechte Maß

 

Ist der Kompost gerade reif, sind etwa fünf Liter des schwarzen Goldes pro Quadratmeter ein gutes Maß für Beerensträucher und Rosen, eventuell kombiniert mit Hornspänen. Der Stickstoffgehalt dieser Menge Kompost (etwa 20 g N) entspricht dem von 2 EL Hornspänen oder 1 gehäuften EL Hornmehl. Mineraldünger ist für die Düngung von Rosen nicht zu empfehlen, da durch die sofortige Nährstofffreisetzung Überdüngung droht, wodurch die Pflanzen weichtriebig und krankheitsanfällig werden können. Organische Dünger hingegen haben Langzeitwirkung.

Bleibt Reifkompost länger im Freien liegen, nimmt sein Nährwert übrigens in dem Maß ab, in dem seine Nährstoffe ausgewaschen werden.

 

Kalium aus Holzasche oder Kaffee

 

Kalium wird benötigt für das Wurzelwachstum, feste Zellwände und das Ausreifen des Holzes. Als Düngegabe im Sommer  kann er die Frosthärte der Pflanzen fördern.

Holzasche gilt als klassischer Kaliumdünger auf tonigen bis lehmigen Böden speziell für Beerenobst, Rosen und Wurzelgemüse. Sie wirkt basisch und ist deshalb für saure Böden gut und für Pflanzen, die einen basischen Boden bevorzugen, aber keinesfalls für Heidelbeeren.

Sie kann mit Schwermetallen belastet sein, da Bäume diese im Laufe ihres Lebens nicht ausscheiden, sondern im Holz anreichern. In der Asche liegen diese Stoffe dann  sehr konzentriert vor. Holzasche ist daher mit Bedacht und in Kleinstmengen zu verwenden, maximal 30 Gramm beziehungsweise eine Tasse Holzasche pro Quadratmeter. Ideal ist, wenn man weiß, woher das Holz kam - am besten von unbedenklichen Standorten fernab der Autobahn.

Sie ins Gießwasser einzurühren und so auf den zu düngenden Flächen zu verteilen, ist eine gute Möglichkeit, Holzasche auszubringen. Dafür sammelt man die Kaminasche des Winters in laugenbeständigen Behältern, lagert sie trocken, zum Beispiel im klassischen Ascheeimer aus verzinktem Stahlblech – nicht in Aluminiumgefäßen - und rührt sie bei Bedarf ins Gießwasser.

Alternativ kann Kaffeesatz als Kaligabe für Rosen verwendet werden. Diesen sollte man vorher trocknen, in kleinen Mengen verwenden und gut in die Erde einarbeiten, da er ansonsten schnell schimmelt.

Auch Holzasche und Kaffeesatz kann man indirekt über den Kompost laufen lassen. Einfach lagenweise den Kompost mit einer dünnen Schicht Holzasche „anzuckern“, Kaffeesatz ganz normal mitkompostieren, natürlich nicht in Großküchenmengen.

 

Ganz besondere Elixiere aus Brennesseln und Beinwell

 

Naturgartenfexe arbeiten bevorzugt mit Brennnesseljauche als Stickstoff- und Beinwelljauche als Kalidünger, als Ergänzung zur Grunddüngung mit Kompost.

Mehr dazu in unserem Infoblatt Brühen und Jauchen.

https://www.naturimgarten.at/gartenwissen/brosch%C3%BCren-und-infobl%C3%A4tter.html

Spezialistinnen legen für den Beinwell gar eigene Bereiche im englisch angehauchten Rosengarten an und lassen die Brennnesseln sich in wilden Ecken im Garten ausbreiten.

Wer den Jauchegeruch scheut, verwendet viel Gesteinsmehl beim Ansetzen der Jauche oder kann auch einfach mit dem klein geschnittenen Laub von Brennnessel und Beinwell mulchen…

Schon Entdeckt?

was mag das wohl sein?

Laub als Schatzkammer

Viren, die wir mögen

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Elisabeth Bielowski,

Danke für Eure vielfältigen Informationen und Tips, ohne die ich ziemlich hilflos wäre manchmal. Vor allem bin ich froh über Hinweise und Erklärungen, zu denen mir zunächst nicht einmal die Fragen eingefallen sind. Ohne Euch wäre ich wohl oft ziemlich hilflos! Informationen aus anderen Quellen, die meist Kaufangebote enthalten, sind mir häufig verdächtig. Wenn´s Euch nicht gäbe....Auweh !!

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